Welche Hinterlassenenleistungen sind versichert?

Ehegatten bzw. Lebenspartner von verstorbenen Rentenbezügern erhalten eine Rente von 60% der laufenden Alters- oder Invalidenrente. Allerdings wird die Rente in folgenden Fällen gekürzt:

  • Ist der überlebende Ehegatte bzw. Lebenspartner mehr als zehn Jahre jünger als die verstorbene Person wird die Rente gekürzt. Diese Kürzung wird jedoch wieder reduziert, wenn die Ehe oder das Konkubinat länger als zehn Jahre gedauert hat. Beispiel: Der Altersunterschied beträgt 12 Jahre. Die Partnerschaft hat mindestens 12 Jahre gedauert. In diesem Fall wird die Rente gar nicht gekürzt.
  • Bei Eheschliessung nach dem ordentlichen Rücktrittsalter.
     

Sind die weiteren Voraussetzungen für eine Ehegattenrente nicht gegeben, weil beispielsweise die minimale Ehedauer von 5 Jahren nicht erfüllt ist, wird eine Abfindung in der Höhe von drei Ehegatten-Jahresrenten ausbezahlt. Sind die Anspruchsvoraussetzungen für eine Lebenspartnerrente nicht erfüllt, besteht kein Anspruch auf eine Abfindung.

Bleibt nach der Finanzierung der Hinterlassenenleistung noch Geld übrig oder wenn keine rentenberechtigten Personen existieren, wird unter Umständen einmalig ein so genanntes Todesfallkapital ausbezahlt.

Daneben werden bei einem Todesfall einer versicherten Person auch Waisenrenten ausbezahlt.