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AHV Rente

Die maximale volle AHV-Rente beträgt CHF 28'200 (Stand 2017). Um eine Schätzung Ihrer zu erwartenden AHV-Rente zu erhalten, können Sie bei der AHV-Ausgleichskasse, bei der Sie zuletzt Beiträge einbezahlt haben, einen Kontenzusammenruf anfordern. Aufgrund dieses Kontenzusammenrufs kann die Ausgleichskasse schätzen, wie hoch Ihre Rente gemessen am erreichten Durchschnittseinkommen sein wird. Dabei gilt: Je näher Ihr heutiges Alter bereits am AHV-Alter liegt, desto genauer fällt die Schätzung der Rentenhöhe aus.

AHV-Überbrückungrente

Temporäre Rente, die von der Vorsorgeeinrichtung zwischen dem Altersrücktritt und dem Einsetzen der AHV-Rente gewährt wird.

Aktie

Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Unternehmung (Aktiengesellschaft)verkörpert. Die Aktie ist ein Sachwert und ein Teil des Eigenkapitals einer Aktiengesellschaft. Ihr Ertrag und Marktwert (Börsenkurs) richten sich somit nach der wirtschaftlichen Ertragskraft der betreffenden Unternehmung und können folglich erheblichen Kursschwankungen unterworfen sein.

Aktienindex

Kennziffer zur Beobachtung der Kursentwicklung der Aktien oder einzelner Aktiengruppen an der Börse (z.B. Dow Jones Index).

Altersguthaben

Summe der angesammelten Altersgutschriften inkl. Freizügigkeitsleistungen und Zinsen

Altersgutschriften

Jährliche Gutschrift auf dem Alterskonto, die nach Alter gestaffelt und in Prozenten des koordinierten Lohnes bestimmt ist.

Altersgutschriften nach BVG

Das Altersguthaben bzw. die Summe der Altersgutschriften bilden im Rahmen des BVG (Bundesgesetz zur beruflichen Vorsorge) die Grundlage für die Rentenberechnung.

Altersrente im Rücktrittsalter

Beträgt einheitlich 60 % des rentenberechtigten Verdienstes. Siehe Dekret §§ 33, 35

Anlagefonds

Der Anlagefonds (auch Investmentfonds genannt) ist ein Vermögen, das aufgrund öffentlicher Werbung von den Anlegern zum Zwecke der gemeinschaftlichen Kapitalanlage aufgebracht und von der Fondsleitung nach dem Grundsatz der Risikoverteilung für Rechnung der Anleger verwaltet wird.

Anlagepolitik

Richtlinien, die bei der Anlage eines Vermögens nach den Erfordernissen der Sicherheit, Risikoverteilung, Werterhaltung, Gewinnerzielung und Rendite aufgestellt werden.

Anlagestiftung

Der Zweck einer Anlagestiftung ist es, Vermögen von mehreren Personalvorsorgeeinrichtungen sicher und gewinnbringend im Rahmen der gesetzlichen Anlagerichtlinien anzulegen und zu verwalten.

Anleihe

Gesamthaft in einem bestimmten Zeitpunkt aufgenommene, in der Regel festverzinsliche, mittel- oder langfristige Schuld, die in gleichartige Obligationen unterteilt ist.

Annualisiert

Performance, Benchmark, Delta annualisiert

Annuität

Jährliche Aufwendung für Verzinsung und Tilgungsrate einer bestimmten Kapitalschuld. Bei jährlich gleichbleibenden Annuitäten erhöht sich die Tilgung um die eingesparten Zinsen auf dem bereits zurückbehaltenen Kapital (Kumulative Tilgung).

Anstalt

Die öffentlich-rechtliche Anstalt ist eine aus Mitteln und Personal, technisch und organisatorisch zusammengefasste Verwaltungseinheit, die für eine bestimmte Verwaltungsaufgabe dauernd den Anstaltsbenützern zur Verfügung steht.

Aufbauprozess des Altersguthabens nach BVG

Am Ende des Kalenderjahres wird das zu Beginn des Jahres vorhandene Altersguthaben verzinst, entsprechend Geschlecht und Alter ein Betrag gutgeschrieben und das neue Altersguthaben aus dem verzinsten bisherigen Altersguthaben und der Altersgutschrift gebildet

Aufsichtsbehörde

Die Aufsichtsbehörde ist gemäss BVG vorgesehen. Sie muss eine zentrale, kantonale Instanz sein, welche unter der Oberaufsicht des Bundesrates steht. Sie kann gewisse Aufgaben auch anderen Kantons- oder Gemeindeinstanzen übertragen. Die Aufsichtsbehörde ist kein Organ der Vorsorgeeinrichtung und hat nicht die Befugnis, eine Vertretung in der Vorsorgeeinrichtung oder Teilnahme an ihrer Verwaltung zu verlangen. Die Aufsichtsbehörde kann Weisungen erlassen, insbesondere betreffend der Vermögensverwaltung. Sie ist auch befugt, Klagen von Destinatären entgegenzunehmen, wenn die Organe der Vorsorgeeinrichtung willkürlich handeln.

Auskunftspflicht

Pflicht des Versicherten, der Kasse alle Auskünfte zu erteilen, die für die korrekte Anwendung des Reglements erforderlich sind, wie Familienverhältnisse, gesetzliche oder vom Versicherten freiwillig übernommene Unterhaltspflichten, Gesundheitszustand, Bereitschaft, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

Austrittsleistung

Reglementarische Leistung, die einem Versicherten gewährt wird, der aus der Personalvorsorgeeinrichtung austritt (auch "Freizügigkeitsleistung" genannt).

Autonome Kasse

Selbstverwaltete Kasse, das heisst eine Institution mit eigener Organisation und Verwaltung.

Barwert

Wird aufgrund von Alter und Rentenanspruch errechnet. Entspricht dem versicherungstechnischen Deckungskapital. Siehe Dekret § 42 Absätze 3,4

Baukredit

Hypothekarisch sichergestellter Kredit zur Bezahlung eines Neu- oder Umbaus.

Baurecht

Das Baurecht ist ein beschränktes dingliches Recht. Der Eigentümer des Grundstückes verpflichtet sich einem Dritten gegenüber, ihn auf seinem Grundstück bauen zu lassen.

Beharrungszustand

Eine Vorsorgeeinrichtung ist im relativen Beharrungszustand, wenn sich die Struktur des Versichertenbestandes durch Neuzugänge und Abgänge in Bezug auf Alter und Geschlecht im Laufe der Zeit nicht ändert. Die versicherten Bezugsgrössen (Lohn, Rente, Beiträge, usw.) dürfen dagegen variabel sein.

Beitragsjahre

Die Jahre, während denen der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin der Pensionskasse als Mitglied angehört und Beiträge bezahlt.

Beitrags- oder Prämienprimat

Wir sprechen von einer Vorsorgeeinrichtung mit Beitragsprimat, wenn die Beitragshöhe im Reglement festgelegt ist (in festen Frankenbeträgen oder in Prozenten einer Bezugsgrösse) und daraus die Höhe der einzelnen Vorsorgeleistungen ermittelt wird.

Beitragspflicht

Pflicht, die vom Reglement vorgesehenen Beiträge zu leisten. In der Regel wird unter Beitrag ein wiederkehrender Beitrag verstanden.

Beitragsverdienst (BV)

Beitragspflichtiger Verdienst. Zu dessen Berechnung wird vom Gesamtverdienst ein rechnerischer Abzug, der sogenannte Koordinationsabzug, vorgenommen. Dieser entspricht auf der Basis eines 100%-Pensums 1/3 des Gesamtverdienstes, höchstens aber der maximalen vollen AHV-Rente. Bei einem Teilpensum wird das Maximum entsprechend herabgesetzt. Der Beitragsverdienst wird von Ihrem Arbeitgeber ermittelt und uns jeweils Anfang Jahr und bei Veränderungen mitgeteilt. Siehe Dekret § 22 Absätze 2,3 bzw § 27

Benchmark

Benchmark (=Messlatte) Veränderung des Indexes im Monat

Beschäftigungsgrad

Effektive Arbeitszeit in Prozent.

Bonität der Vorsorgeeinrichtung

Bonität ist bei einer Vorsorgeeinrichtung dann gegeben, wenn Sicherheit, genügender Ertrag der Anlagen und eine angemessene Verteilung der Anlagerisiken sowie die Deckung des voraussehbaren Bedarfes an flüssigen Mitteln gewährleistet sind.

Bruttobesoldung (BB)

Versicherter Gesamtverdienst, entspricht dem Bruttolohn ohne Sozialzulagen. Zulagen mit dauerndem Charakter (z.B. Funktionszulagen) werden ebenfalls versichert. Siehe Dekret § 22 Absatz 1

Buchgewinn Buchverlust

Differenz, die sich aus der Höherbewertung oder dem Verkauf von Aktiven oder aus der Tieferbewertung von Passiven (z.B. von Rückstellungen) im Vergleich zu früheren Werten ergibt.

Buchwert

1. Wert, zu dem ein Aktivposten in der Bilanz aufgeführt ist (Bilanzwert). Falls der Buchwert kleiner ist als der effektiv bei einem Verkauf erzielbare Wert, entspricht die Differenz einer stillen Reserve. 2. Wert, der sich aus der Teilung des ausgewiesenen Eigenkapitals durch die Anzahl ausstehender Aktien ergibt.

BVG-Altersguthaben

Vom Bundesgesetz über die Berufliche Vorsorge vorgeschriebene obligatorische Austrittsleistung.

Cash-flow

Aus den Vereinigten Staaten stammende Bezeichnung, unter welcher die von einem Unternehmen während eines bestimmten Zeitraumes, in der Regel während eines Geschäftsjahres, erarbeiteten Mittel verstanden werden. Der Cash-flow umfasst den ausgewiesenen Reingewinn, die Zuweisungen an die Reserven, die Abschreibungen auf Sachwerten und Beteiligungen sowie allfällige weitere Rückstellungen.

Deckungsgrad

Unter dem Deckungsgrad ist das Verhältnis zwischen dem vorhandenen Vermögen und dem auf Grund des gewählten Finanzierungsverfahrens berechneten Deckungskapitals zu verstehen.

Deckungskapital

Das Deckungskapital ist die Differenz aus dem Barwert der künftigen Leistungen (Geldströme, die einmal ausbezahlt werden) und dem Barwert der künftigen Beiträge (Geldströme, die einmal einbezahlt werden). Beispiel: Kapitalbedarf der Altersrenten: (Barwert der Altersrenten) abzgl. Kapitalbedarf der zukünft. Beiträge (Barwert der Beiträge). Differenz = Deckungskapital

Deckungsverhältnis

Unter dem Deckungsverhältnis verstehen wir das Verhältnis zwischen den Aktiven (vorhandenes Vermögen und Barwert der Beiträge) und den Passiven (Barwert der Leistungen) der versicherungstechnischen Bilanz.

Delta

Abweichung der Ist-Performance zur (Delta) Benchmark (=Soll-Performance)

Destinatär

Versichertes Mitglied einer Personalvorsorgeeinrichtung

Dienstjahre

Jahre zwischen Beginn und Ende des Arbeitsverhältnisses.

Diversifikation

Geldanlage in mehreren Ländern, Branchen und Wertpapieren zur Streuung des Risikos.

Dow-Jones-Index

Massgebender Aktienindex der USA. Er besteht seit 1897 und wird vom Verlagshaus Dow-Jones während der Börse halbstündlich in Form von drei Teilindices ermittelt: Industrie-, Transport- und Versorgungswerte. Aus diesen wird ein Gesamtindex berechnet. Am stärksten wird aber der Industrieindex beachtet; dieser wird oft mit dem "Dow-Jones" gleichgesetzt. Der Index wird berechnet, indem die Summe der täglichen Schlusskurse durch die Zahl der enthaltenen Aktien geteilt wird. Der Dow-Jones-Industrieindex enthält nur 30 Titel; trotzdem widerspiegelt er den allgemeinen Börsentrend sehr zuverlässig. Der grösste Vorteil des Dow-Jones liegt in seiner Vergleichbarkeit über längere Zeit.

Drei-Säulen-Konzept

Soziale Sicherheit im Alter, bei Tod des Ehegatten oder Invalidität - dies ist als Grundsatz in der Bundesverfassung verankert. Grundsatz hierbei ist, dass jede dieser drei Säulen ungefähr gleich stark sein soll. 1. Säule: Die staatlichen Sozialversicherungen. Die AHV/IV bezahlt mit dieser Basisleistung für die gesamte Bevölkerung der Schweiz gesetzlich festgelegte Alters- und Invaliditätsrenten. Ziel ist die Existenzsicherung im Alter, bei Invalidität oder beim Tod des Ehegatten. Die EL (Ergänzungsleistungen) ergänzen die staatliche Sozialversicherung und helfen bei Härtefällen. 2. Säule: Die berufliche Vorsorge. Die Schweiz hat als einziges Land diese Art der Vorsorge - das BVG - für obligatorisch erklärt. Das BVG soll Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine angemessene Personalvorsorge und somit die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung im Alter sichern. Laut ZGB/OR ist es möglich, freiwillige...

Dynamisch berechnete versicherungstechn. Bilanz

Wir sprechen von einer dynamisch berechneten versicherungstechnischen Bilanz, wenn eine künftige Lohn-, Beitrags- und Rentenentwicklung miteinbezogen wird (die Deckung des Teuerungsrisikos auf laufenden Renten beinhaltet auch wirtschaftliche Risiken).

Effekten

Wertpapiere (Aktien, Obligationen, usw.) die vertretbar (fungibel) sind, da sie in grösserer Zahl und gleicher Art ausgegeben werden; sie eignen sich daher besonders für den Börsenhandel.

Efficent Frontier

Die Effizienzgrenze ("Efficient Frontier") ist ein Begriff der Modernen-Portfolio-Theorie. Diese Theorie geht von einem Anlageuniversum risikobehafteter Instrumente aus und untersucht, welches aufgrund dieser möglichen Anlagen ein optimales Portfolio ist. Wenn wir die erwarteten Renditen, Volatilitäten und Korrelationen für das gesamte Anlageuniversum kennen, können wir diese Informationen zur Berechnung der erwarteten Rendite und der Volatilität jedes Portfolios verwenden, das mittels der Instrumente, aus denen sich das Anlageuniversum zusammensetzt, gebildet werden kann.

Ehegattenrente (Lebenspartnerrente)

Todesfallrente für den überlebenden Ehegatten bzw. Lebenspartner, beträgt einheitlich 40 % des rentenberechtigten Verdienstes. Siehe Dekret § 39

Einkauf

(finanzielle Beteiligung beim Eintritt oder Pensenerhöhung) In einer Leistungsprimatkasse entspricht der Einkauf dem Betrag, der notwendig ist, um die vollen reglementarischen Leistungen im ordentlichen Rückrittsalter 64 erreichen zu können. Wird er nicht bezahlt, werden die reglementarischen Leistungen gekürzt. Siehe Dekret §§ 23, 24, 25

Einstellungszeit

Zeit, in welcher das Mitglied infolge Aus- und Weiterbildung im Lehrberuf keine Arbeitnehmerbeiträge oder wegen unbezahltem Urlaub nur die Risikoprämie bezahlt hat.

Ertragswert

Aufgrund des gegenwärtigen oder künftigen Ertrages errechneter Wert einer Sache, im Unterschied zum Kurs- oder Verkehrswert.

erwartete Rendite

Die erwartete Rendite ist definiert als der gewichtete Durchschnitt aller in Betracht zu ziehenden Renditen, wobei die Gewichte die Wahrscheinlichkeiten sind.

Festgelder

Auf Termin (einen bestimmten Verfalltag, in der Regel drei, sechs oder zwölf Monate) zinstragend angelegtes Guthaben.

Finanzielle Mittel

Die finanziellen Mittel einer Vorsorgeeinrichtung sind Werte über die sie kurz-, mittel, und langfristig verfügen kann. Diese Werte figurieren unter den Rubriken der Aktiven der Bilanz. Um die tatsächliche finanzielle Lage der Vorsorgeeinrichtung zu kennen, muss man auch die Passiven der Bilanz berücksichtigen, unter denen die Schulden, die Verpflichtungen und das freie Kapital einzeln figurieren.

Finanzierungen

Strategien zur Begleichung einer Schuld. Finanzierungen können zum Beispiel für den Erwerb von Wohneigentum in Frage kommen. Pensionskassen bieten verschiedene Finanzierungen an. Sehen Sie unter Hypotheken oder unter Wohneigentumsförderung nach.

Fonds

Fürsorgefonds, Hilfsfonds, Wohlfahrtsfonds, Unterstützungsfonds, Sparfonds, Risikofonds Früher oft als Bezeichnungen für Vorsorgeeinrichtungen verwendet. Heute versteht man darunter meistens spezielle Abteilungen, auch innerhalb einer bestehenden Institution, die in der Regel nicht reglementiert sind. Sie haben verschiedene Zweckbestimmungen und sehen häufig freiwillige Leistungen ohne Rechtsanspruch vor.

Freizügigkeitsleistung

Siehe unter "Austrittsleistung"

Freizügigkeitsleistung im Alter 50

Diese wird bei Erreichen des 50. Altersjahres ermittelt und ausgewiesen. Dies ist die maximal mögliche Summe für einem allfälligen Vorbezug nach Alter 50.

Freizügigkeitspolice

Mit einer Freizügigkeitsleistung als Einmaleinlage errichtete, prämienfreie Versicherung bei einer Versicherungsgesellschaft oder beim Pool Schweiz. Lebensversicherungsgesellschaften. Rückkauf nur bei Einbringung in eine Personalvorsorge-Einrichtung möglich, bzw. in die gesetzlich zugelassenen Fälle.

Freizügigkeitsstiftung

Einrichtung der Bank mit dem Zweck, das durch Freizügigkeit anfallende Vorsorgekapital steuerfrei zu günstigen Bedingungen anzulegen und zu verwalten.

Gemeinschaftsstiftung

Eine Gemeinschaftsstiftung ist eine Stiftung für verschiedene Unternehmungen, die durch eine bestimmte Gemeinsamkeit miteinander verbunden sind und die ihren Arbeitnehmern eine einheitliche Vorsorge bieten möchte. Das typische Merkmal dieser Stiftung ist, dass die Organisation, der Versicherungsplan und die Rechnungsführung einheitlich geregelt sind.

Geschiedene Ehegatten

Hinterlässt der Versicherte einen geschiedenen Ehegatten, so ist dieser in gewissen Fällen dem überlebenden Ehegatten gleichgestellt. Die Leistungen dürfen jedoch zusammen mit den Leistungen der übrigen Versicherungen den im Scheidungsurteil zugesprochenen Anspruch nicht übersteigen.

Goldene Regel

Bei der Goldenen Regel wird von der Annahme ausgegangen, dass die Geldentwertung im gleichen Verhältnis zunimmt, wie die Verzinsung der Altersguthaben.

Gutschrift infolge Pensumreduktion

Wird der Gesamt- und damit auch der Beitragsverdienst infolge Pensums- oder Lohnreduktion herabgesetzt, so erhalten Sie eine Gutschrift am rentenberechtigten Verdienst. Diese ist abhängig vom Alter bei Ereignis sowie dem prozentualen Umfang der Reduktion und steigt mit zunehmen Alter an. Es ist auch möglich, den bisherigen Beitragsverdienst beizubehalten, wobei der Arbeitgeber über die effektiven Kosten direkt mit Ihnen abrechnet. Siehe Dekret § 22

Halbinvalid

Person, die eine halbe Invalidenrente bezieht, weil ihre Erwerbsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen vermindert ist.

Halbwaise

Kind, bei dem nur der Elternteil verstorben ist, der versichert war.

Hinterlassene, Hinterbliebene

Personen, die bei Tod des Versicherten (Aktive oder Pensionierte) Anspruch auf eine Leistung der Vorsorgeeinrichtung haben, grundsätzlich weil der Verstorbene für deren Lebensunterhalt ganz oder zu einem wesentlichen Teil aufgekommen ist. Umfasst Witwe, Witwer, geschiedene Ehefrau, Lebenspartner, Waisen.

Invalidenrente

Beträgt einheitlich 60 % des rentenberechtigten Verdienstes. Ausgewiesen wird immer die Rente bei Vollinvalidität ohne Kinderrentenanspruch. Siehe Dekret §§ 31, 32

Invalidenrentner

Person, die aus gesundheitlichen Gründen erwerbsunfähig geworden ist und deshalb von der Vorsorgeeinrichtung eine Rente bezieht.

Kapital

Der Ausdruck "Kapital" bezieht sich auf die Passiven und zeigt, wie das unter den Aktiven figurierende Vermögen finanziert wurde. Man unterscheidet zwischen Eigenkapital (vom Besitzer oder von den Besitzern des Unternehmens eingebrachte Mittel) und Fremdkapital (Darlehen, Verpflichtungen, usw.)

Kassen-Obligationen

Je nach Bedarf laufend zur Ausgabe gelangende mittelfristige Schuldverschreibung der Banken, in runden Beträgen, meistens mit einer Laufzeit von drei bis acht Jahren.

Kaufmännische Buchhaltung

Jede Vorsorgeeinrichtung ist verpflichtet, eine kaufmännische Buchhaltung zu führen. Für jedes Rechnungsjahr ist eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung zu erstellen sowie die Bilanz am Ende des Rechnungsjahres. Die kaufmännische Buchhaltung muss alle finanziellen Operationen, welche Auswirkung auf die Einnahmen- und Ausgabenrechnung (Betriebsrechnung) oder auf die Bilanz der Vorsorgeeinrichtung haben, registrieren.

Körperschaften

Die öffentlich-rechtliche Körperschaft ist ein mitgliedschaftlicher Zusammenschluss von Personen in Form einer selbständig rechtlichen Einheit, die zwecks Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe auf Dauer über Mittel und Personal verfügt. Sie besitzen meist eine eigene Rechtspersönlichkeit. Beispiele für solche Körperschaften sind der Bund, die Kantone oder die Gemeinden selbst.

Koordination BVG

AHV/IV und BVG: Die Leistungen des BVG sind so berechnet, dass sie zusammen mit den Leistungen der AHV/IV bei voller Beitragsdauer ca. 60% des bisherigen Einkommens sicherstellen, mit Zusatzrenten können die gesamten Leistungen jedoch höher sein. Falls die Leistungen höher als 90% des bisherigen Einkommens sind, kommt es zu Kürzungen.

Koordinierter Lohn

Seit dem Inkrafttreten des BVG: Bezeichnung desjenigen Lohnanteils, welcher für das BVG berücksichtigt wird.

Koordinierter Lohn gemäss BVG

Grundlage ist der AHV-Lohn. Der koordinierte Lohn ergibt sich aus dem AHV-Lohn abzüglich des Koordinationsbetrages. Der koordinierte Lohn weist einen Minimal- und einen Maximalbetrag auf, es gilt: Koordinationsbetrag CHF 24'570; minimaler koordinierter Lohn CHF 3'510; maximaler koordinierter Lohn CHF 59'670 (alle Zahlen Stand 2013) Ausnahmen: Nur gelegentlich anfallende Lohnteile müssen nicht berücksichtigt werden. Der koordinierte Jahreslohn kann im voraus aufgrund des letztbekannten Jahreslohns bestimmt werden. Bei starken Schwankungen der Einkommenshöhe kann der Grundlohn pauschal festgesetzt werden. Anpassungen der Grenzbeiträge: Der Bundesrat kann Anpassungen vornehmen, wenn die AHV-Altersrente erhöht wird. Ferner kann er die allgemeine Lohnentwicklung berücksichtigen.

Korrelationen

"Korrelation" ist ein Begriff aus der Wahrscheinlichkeitslehre. Sie ist ein statistisches Mass, das den Grad des linearen Zusammenhanges zweier beliebiger Grössen angibt. So weisen beispielsweise der amerikanische Dollar und der kanadische Dollar eine hohe Korrelation auf, d.h. tendenziell erfahren sie gleichzeitig eine Auf- oder Abwertung. Hingegen ist die Korrelation zwischen Aktienkursen und Zinssätzen eher tief. Steigen die einen, fallen die anderen.

Kotierung

Mit der Kotierung wird ein Wertpapier zum Handel an der Börse zugelassen und erscheint im amtlichen Kursblatt. Die Kotierung ist an Bedingungen geknüpft. So werden nur Aktien und Obligationen von Unternehmungen oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften kotiert, die öffentlich Rechnung ablegen und einen gedruckten Geschäftsbericht publizieren.

Kürzung infolge fehlendem Einkauf

Beim Eintritt oder bei einer Pensumserhöhung nach dem 25. Altersjahr wird eine Einkaufssumme fällig. Verzichten Sie ganz oder teilweise auf eine Zahlung, so wird der Rentenanspruch im ordentlichen Rücktrittsalter gekürzt. Die einmal fest-gelegte Kürzung verändert sich betraglich nicht. Sie kann jederzeit weggekauft werden, wobei die ursprünglich geschuldetete Einkaufssumme verzinst werden muss. Siehe Dekret § 23 Absatz 2

KV und BVG

Die BVG-Leistungen können bei Krankentaggeldleistungen aufgeschoben werden. Siehe Dekret § 31 Abs. 4

Leibrente

Rente, zahlbar bis zum Todesfall des Versicherten.

Leistungen im Alter gemäss BVG

Altersrenten: Männer nach Vollendung des 65. Altersjahres, Frauen nach Vollendung des 64. Altersjahres. Kinderrenten werden ausgerichtet wenn: das 18. Altersjahr noch nicht vollendet ist, die Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist, mindestens eine 70%ige Invalidität besteht Längstens bis zum 25. Altersjahr.

Leistungsprimat

Wir sprechen von einer Vorsorgeeinrichtung mit Leistungsprimat, wenn die Art und Höhe der Vorsorgeleistungen im Reglement festgelegt ist (in festen Frankenbeträgen oder in Prozenten einer Bezugsgrösse) und daraus individuell oder kollektiv die Höhe der Beiträge ermittelt wird.

LSV (Lastschriftenverfahren)

Lastschriftenverfahren: Einziehen von periodisch wiederkehrenden Forderungen (z.B.: Darlehenszins). Die Lastschriftdaten werden vom Zahlungsempfänger mittels eines Datenträgers (Magnetband, Kassette, Diskette) dem Rechenzentrum der Banken eingereicht. Die Begleichung der Rechnung erfolgt automatisch aufgrund einer vom Schuldner einmalig unterzeichneten Einzugsermächtigung (Bargeldloser Zahlungsverkehr).

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das finanzielle Risiko der Unsicherheit hinsichtlich des zukünftigen Marktwertes von Vermögenswerten und/oder Verbindlichkeiten. Risiko wird durch die Volatilität der Renditen einer Investitionsmöglichkeit gemessen.

Meldepflicht

Pflicht des Versicherten, der Kasse unaufgefordert alle Änderungen zu melden, die für die Anwendung des Reglements erforderlich sind: Änderung des Zivilstandes, der Familienverhältnisse, der Unterhaltspflicht. Ferner für Invalide: Pflicht, bei der IV eine Rente geltend zu machen und den IV-Entscheid mitzuteilen, sich regelmässig ärztlichen Kontrollen zu unterziehen, usw.

Mindestanspruch

Wird anhand der vom Mitglied geleisteten Beiträge und Einkaufssummen ermittelt. Siehe Dekret § 42 Absätze 5,6

Mindestrente

Garantierte Mindestrente für einen Versicherten

Moderne Portfolio Theory (MPT)

Die Moderne Portfolio Theorie (MPT) wurde 1952 in einem Aufsatz über „Portfolio Selection“ von Harry Markowitz vorgestellt. 38 Jahre später wurde er zusammen mit Merton Miller und William Sharpe mit dem Nobelpreis für eine umfassende Theorie zum Thema Portfolio Auswahl und Corporate Finance ausgezeichnet. Die Moderne Portfolio Theorie erforscht wie risikobewusste Anleger, ihre Portfolios zusammenstellen um das Marktrisiko den erwarteten Renditen gegenüber zu optimieren. Die Theorie quantifiziert die Vorteile der Diversifikation. Aus einem Universum von riskanten Anlagen kann eine Kurve (Efficient Frontier) von optimalen Portfolios konstruiert werden. Jedes Portfolio auf der Efficient Frontier zeigt die maximal mögliche erwartete Rendite zu einem gegebenen Risiko.

Nachzahlung (bei Gehaltserhöhung)

Betrag, welcher in einer Leistungsprimatkasse bei einer Gehaltserhöhung zu bezahlen ist, falls mit dem reglementarischen Beitrag die Erhöhung des individuellen Deckungskapitals nicht ausgeglichen werden kann. Dieser Betrag wird nicht immer versicherungsmathematisch berechnet und kann einen gewissen Solidaritätsbeitrag beinhalten. Die Nachzahlungen werden auch als ausserordentliche Beiträge bezeichnet.

Obligationen

Als Wertpapier ausgestaltete Schuldverpflichtung mit festem oder variablem (indexierten) Zinssatz und gegebener Laufzeit (fester Fälligkeit). Die häufigsten Formen in der Schweiz sind die Anleihensobligationen, die mit erfolgter Kotierung börsengängig sind (Laufzeit mindestens 8 Jahre), und die von den Banken laufend ausgegebenen, an der Börse nicht handelbaren Kassenobligationen (Laufzeiten zwischen 3 und 8 Jahren).

Optimales Portfolio

Der Begriff "optimales Portfolio" kann auf zwei Arten definiert werden: Berücksichtigen Sie für ein gegebenes Marktrisiko (Volatilität) alle Portfolios, die diese Volatilität aufweisen. Wählen Sie nun von diesen Portfolios dasjenige mit der höchsten erwarteten Rendite. Berücksichtigen Sie für eine erwartete Rendite alle Portfolios, die diese erwartete Rendite aufweisen. Wählen Sie von diesen Portfolios dasjenige mit der niedrigsten Volatilität.

Optionsanleihe

Anleihensobligation mit Optionsschein. Der Optionsschein kann vom Titel (der Obligation) getrennt und während einer bestimmten Frist zu einem im voraus festgelegten Preis - je nach den Anteilsbedingungen - in Aktien oder Partizipationsscheine umgetauscht werden.

Paritätisches Organ

Im Rahmen der obligatorischen Vorsorge aus derselben Anzahl Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammengesetztes Organ (Stiftungsrat, Verwaltungsrat).

Pensionskasse

Ursprünglich wurde darunter eine Institution verstanden, welche wiederkehrende Leistungen, das heisst Pensionen (Renten) ausrichtet. Heute wird der Ausdruck in der Umgangssprache oft auch für Kassen mit Kapitalleistungen verwendet.

Pensum

Effektive Arbeitszeit.

Perennität

Wir sprechen von Perennität, wenn gewährleistet ist, dass bei den beitragszahlenden Versicherten die Abgänge in Zukunft grundsätzlich durch Neueingänge ersetzt werden.

Performance

Ergebnis, Rendite, Wertentwicklung eines Portefeuilles

Personalvorsorgestiftung

(Personalfürsorgestiftung) Stiftungen sind häufig bei Unternehmungen anzutreffen, deren Vorsorge sich auf das firmeneigene Personal beschränkt. Solche Stiftungen werden auch oft einfache oder gewöhnliche Stiftungen genannt, um sie von den übrigen Stiftungen abgrenzen zu können.

Pfandrecht

Zur Sicherung einer Forderung dienendes, beschränkt dingliches Recht an einer fremden Sache, das dem Gläubiger die Befugnis gibt, im Falle der Nichtbefriedigung sich aus dem Erlös des Pfandes bezahlt zu machen.

Portfoliozusammensetzung

Der Begriff "optimales Portfolio" kann auf zwei Arten definiert werden: 1.) Berücksichtigen Sie für ein gegebenes Marktrisiko (Volatilität) alle Portfolios, die diese Volatilität aufweisen. Wählen Sie nun von diesen Portfolios dasjenige mit der höchsten erwarteten Rendite. 2.) Berücksichtigen Sie für eine erwartete Rendite alle Portfolios, die diese erwartete Rendite aufweisen. Wählen Sie von diesen Portfolios dasjenige mit der niedrigsten Volatilität.

Put-Option

Option, die den Käufer berechtigt, aber nicht verpflichtet, einen bestimmten Basiswert in einer bestimmten Menge zu einem im voraus festgelegten Preis (Ausübungspreis) bis oder zu einem bestimmten Termin zu verkaufen.

Refinanzierung

Aufnahme von Krediten durch Banken, um damit selbst Kredite zu gewähren, z.B. Refinanzierung bei der Notenbank (Rückdiskontierung), Refinanzierung am Euromarkt.

Reglement einer Vorsorgeeinrichtung

Das Reglement beschreibt die gesamte Vorsorgetätigkeit oder einen Teil der Vorsorgetätigkeit. Das Reglement legt den Kreis der begünstigten Personen fest, die vorgesehenen Leistungen, die Rechte und Pflichten der begünstigten Personen und die Finanzierung der Leistungen.

Rendite

In Prozenten des investierten Kapitals ausgedrückter Ertrag einer Kapitalanlage. Bei Aktien und Obligationen ergibt sich die Rendite aus dem Verhältnis der Dividende bzw. des Nominalzinses zum Börsenkurs. Bei Wertpapieren spricht man von einer Bruttorendite vor und von einer Nettorendite nach Abzug der Quellensteuer, Gebühren, etc.

Rentenberechtigter Verdienst

Stellt die Berechnungsbasis für Ihren Rentenanspruch dar. Es gilt: Beitragsverdienst zuzüglich Gutschriften, abzüglich Kürzungen ergeben den rentenberechtigten Verdienst. Siehe § 22 Abs. 4 BLPK Dekret.

Renten-Versicherung

Die Leistungen werden hauptsächlich auf Rentenbasis ausgerichtet, zusätzlich oft Todesfallsummen oder Sterbegelder.

Rentner

Person, die irgendeine Rente bezieht (eidgenössische Versicherung, berufliche Vorsorge, private Rentenverträge, usw.). Zurückgetretene, Invalide, überlebende Ehegatten, Waisen sowie allenfalls andere Berechtigte gehören dem Bestand der Rentner an.

Rentner-Verhältnis

Das Rentnerverhältnis entspricht dem Verhältnis zwischen der Zahl der aktiven Versicherten und der Zahl der Rentenbezüger (Alters-, Invaliden- und Witwenrenten ohne Kinderrenten). Der Begriff wird auch im umgekehrten Sinn verwendet.

Reserven, stille

In der Bilanz nicht sichtbare Reserven, z.B. Differenz zwischen dem niedrigeren Buchwert und dem höheren Verkehrs- oder Marktwert gewisser Aktien.

Reservesatz

Der Reservesatz entspricht dem Verhältnis zwischen dem Deckungskapital der aktiven Versicherten und der versicherten Lohnsumme.

Revisionsbericht

Die Kontrollstelle oder die Revisionsgesellschaft erstellt einen "Revisionsbericht", bzw. "Erläuterungsbericht". Dieser Bericht kommentiert die Posten der Bilanz und der Betriebsrechnung und gibt detailliert Auskunft über die im Laufe der Revision gemachten Feststellungen.

Sachwert

Wertbeständige Kapitalanlage, die Schutz gegen die Geldentwertung bietet. Sachwerte sind neben Grundstücken und Liegenschaften auch Rohstoffe, Edelmetalle sowie Aktien von Unternehmen, deren Aktiven überwiegend aus Sachwerten (Liegenschaften, Waren) bestehen. Liegenschaften stellen einen klassischen Sachwert dar, indem sie auf dem Produktionsfaktor Boden beruhen, der als einziger nicht vermehrbar ist.

Sammelstiftung

Einer Sammelstiftung können sich beliebige Unternehmungen (meist kleinere Firmen) anschliessen, die aus administrativen Gründen keine eigene Stiftung errichten wollen. Für jede angeschlossene Unternehmung gilt ein eigenes Reglement, es besteht ein eigener Kassenvorstand und es wird getrennt Rechnung geführt.

Schwankungsreserve

Von der Vorsorgeeinrichtung für die Deckung der Risikoabweichungen bei Kapitalinvestitionen gebildete Reserve.

Selbständige Anstalten

Sie haben eine eigene Rechtspersönlichkeit und haften für Ihre Verbindlichkeiten selbst. Diese Vorsorgeeinrichtung wird aus der allgemeinen Verwaltung des Gemeinwesens ausgegliedert.

Shareholder value

Shareholder: Teilhaber einer Aktiengesellschaft bzw. Inhaber einer Aktie oder einer Mehrzahl von Aktien. Shareholder value: (Aktionärswert) Die Maximierung des Shareholder value umfasst das Bestreben der für eine Gesellschaft verantwortlichen Führungskräfte, den Unternehmenswert für die Aktionäre kontinuierlich zu steigern.

Sicherheitsfonds

Er richtet Zuschüsse an jene Vorsorgeeinrichtungen aus, die eine ungünstige Altersstruktur aufweisen; er stellt ferner die gesetzlichen Leistungen von zahlungsunfähig gewordenen Vorsorgeeinrichtung sicher.

Stakeholder

Wirtschaftliche, staatliche oder andere gesellschaftliche Gruppen (z.B. Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Steuerbehörden), die ein Interesse an den Leistungen und am finanziellen Ergebnis eines Unternehmens geltend machen.

Standardabweichung

Die Standardabweichung ist ein statistisches Mass für die Streuung oder das Risiko einer beliebigen Grösse. Ist beispielsweise eine finanzielle Grösse sehr volatil, weist sie eine hohe Standardabweichung auf - tatsächlich wird der Begriff oft auch als Mass für die Volatilität einer finanziellen Grösse verwendet.

Taggeld aus dem UVG

Wird nach einem Unfall ausbezahlt. Es beträgt 80% des versicherten Lohnes, höchstens aber Fr. 126'000.-- (Stand 2009) und wird ab dem 3. Tag bis zur Konsolidation mit einer Invalidenrente entrichtet. Dieses Taggeld wird von der SUVA (Eidg. Unfallversicherungsanstalt) oder von einer konzessionierten Versicherungsgesellschaft ausbezahlt. Kein Taggeld wird entrichtet, falls der Versicherte ein gleichwertiges Taggeld der IV enthält.

Taggeld aus der Arbeitslosenversicherung

Die Arbeitslosenversicherung (ALV) sieht per 1.7.1997 vor, dass die Arbeitslosenkasse zur Sicherung der Risiken Tod und Invalidität den Arbeitslosen einen Beitrag abzieht und diesen mit dem Arbeitgeberbeitrag an die BVG-Auffangeinrichtung überweist.

Taggeld aus der IV

Wird während den Eingliederungsmassnahmen und auch während einer ursprünglichen beruflichen Ausbildung gewährt.

Technischer Gewinn oder Verlust

Dieser entsteht, wenn die getroffene Annahme nicht dem tatsächlichen Verlauf entspricht.

Teilinvalider

Person, die aus gesundheitlichen Gründen teilerwerbsunfähig geworden ist und deshalb eine Teilrente bezieht. Ein im Sinne der IV Teilinvalider kann vollzeitig arbeiten, aber einen niedrigeren Lohn als früher beziehen.

Teilrente

Rentenbetrag, der von der Vorsorgeeinrichtung ausbezahlt wird, wenn die Anzahl der erforderlichen Beitragsjahre für die Vollrente nicht vorhanden ist. Dieser Ausdruck wird auch im Falle einer teilweisen Invalidität verwendet.

Transitorische Aktiven

Posten der Rechnungsabgrenzung; anteilsmässige Aktivierung von Ausgaben, die im abgelaufenen Geschäftsjahr bezahlt wurden, jedoch das neue Geschäftsjahr betreffen, oder von Erträgen, die dem alten Geschäftsjahr gutzuschreiben sind, jedoch erst in der neuen Rechnungsperiode eingehen.

Transitorische Passiven

Posten der Rechnungsabgrenzung; anteilsmässige Buchung von Erträgen, die bereits in der alten Rechnungsperiode eingingen, jedoch erst das folgende Geschäftsjahr betreffen, oder von Ausgaben, die erst in der neuen Rechnungsperiode bezahlt werden, jedoch das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen.

Umlageverfahren

Beim Umlageverfahren wird der jährliche Beitrag periodisch so festgelegt, dass auch die in der entsprechenden Periode anfallenden Vorsorgeleistungen erbracht werden können. Weder die laufenden noch die anwartschaftlichen Ansprüche sind somit durch ein entsprechendes Deckungskapital sichergestellt.

UVG/MVG und BVG

Die Leistungen der UVG sind in der Regel höher als die des BVG. Um Überentschädigungen zu vermeiden, gehen bei unfall- bzw. berufskrankheitsbedingten Invaliditäts- und Todesfällen die Leistungen des Unfallversicherers vor.

Verbandskasse

Von einem Verband für seine Mitglieder organisierte Vorsorgeeinrichtung.

Verdiensterhöhungsbeitrag

Bei einer Erhöhung des versicherten Verdienstes ist die Erhöhung mit einem Verdientserhöhungsbeitrag einzukaufen. Der Verdiensterhöhungsbeitrag wird auf 12 Raten verteilt.

Vermögen

In der buchhalterischen Terminologie bedeutet der Ausdruck "Vermögen" die Werte, über die das Unternehmen oder die betroffene Vorsorgeeinrichtung verfügen kann, und die in Bezug auf ihre Verfügbarkeitstermine bewertbar sind. Als Vermögen können nur Aktivposten der Bilanz bezeichnet werden.

Verpfändung

Mit der Möglichkeit zur Verpfändung der Freizügigkeitsleistung soll den Versicherten der Bezug von Hypotheken erleichtert werden, da das Kreditinstitut eine zusätzliche Sicherstellung des Darlehens erhält.

Verpfändung der Freizügigkeitsleistung

Falls dies der Fall ist, wird die verpfändete Summe ausgewiesen

Versicherte Personen gemäss BVG

Erwerbstätige, die bei der AHV versichert sind, das 17. Altersjahr vollendet haben und über einen massgebenden Lohn verfügen, der höher ist als CHF 21'060 (Stand 2013) Ausnahmen: Nicht versichert sind Erwerbstätige mit einem weniger als 3 Monate dauernden Arbeitsvertrag, Erwerbstätige, die bereits anderweitig für eine hauptberufliche Tätigkeit versichert sind Personen mit 70%iger Invalidität, Familienmitglieder in einem landwirtschaftlichen Betrieb Erwerbstätige, die nicht dauernd in der Schweiz tätig sind Besonderheiten: Freiwillig unterstellt werden können: Selbständigerwerbende, und Erwerbstätige, die im Dienste mehrerer Arbeitgeber stehen, und Erwerbstätige, die wegen teilweiser Erwerbsunfähigkeit ihr Arbeitsverhältnis auflösen.

Versicherte Risiken gemäss BVG

Ziel, Leistungen der 1. Säule zu ergänzen. Das BVG deckt folgende Risiken ab: Alter Tod Invalidität Besonderheit: ab 1.1. nach Vollendung des 17. Alterjahres versichert für Leistungen bei Tod oder Invalität ab 1.1. nach Vollendung des 24. Alterjahres versichert auch für Altersleistungen

Versicherter Verdienst

Jener Teil des Jahreslohnes, der für die Festlegung der Pensionskassenbeiträge sowie der Rentenansprüche massgebend ist.

Versicherungsbeginn

Eintrittsdatum in die Kasse und somit Beginn der Beitragspflicht. Es wird immer der Beginn des aktuellen Versicherungsverhältnisses ausgewiesen, da frühere Aktivitäten mit der Zahlung der Freizügigkeitsleistung erloschen sind und keinen Einfluss auf die aktuelle Situation haben. Siehe Dekret §§ 6, 9

Versicherungsdauer (Jahre, Zeitabschnitt)

Jahre, während denen der Versicherte gegen Risiken gedeckt ist.

Versicherungsgericht

Jeder Kanton bezeichnet als kantonale Instanz ein Gericht, das über Streitigkeiten, die sich aus einem Vorsorgeverhältnis ergeben, entscheidet. Luzern: Kantonales Verwaltungsgericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, 6002 Luzern.

Versicherungskasse

Häufiger Name von Vorsorgeeinrichtung des Bundes, eines Kantons oder einer Gemeinde.

Versicherungstechnische Bilanz

Mit der versicherungstechnischen Bilanz wird festgestellt, ob das Vermögen einer Kasse gemäss kaufmännischer Bilanz - zusammen mit den zu erwartenden Beiträgen und Zinsen - ausreicht, um neben den sonstigen Schuldverpflichtungen und Rückstellungen die eingegangenen Versicherungsverpflichtungen (bezogen auf einen Stichtag) erfüllen zu können.

Volatilität

Die Volatilität einer beliebigen finanziellen Grösse misst das Schwankungsausmass. Eine Variable, die im Verlauf der Zeit stark fluktuiert, besitzt eine hohe Volatilität. Eine stabile variable weist hingegen eine niedrige Volatilität auf. Eine Standarddefinition der Finanzwelt für die Volatiltät lautet: Die Volatilität einer beliebigen Grösse entspricht ihrer Standardabweichung. In der Praxis werden Volatilitäten für Grössen wie den Marktwert eines Portfolios, von Zinssätzen, Aktienkursen, Wechselkursen usw. berechnet. Es gibt zwei geläufige Methoden zur Bewertung von Volatilität: die historische und die implizite Volatilität.

Volle (ganze) Rente

Von einer Versicherungseinrichtung gewährte Rente, vorausgesetzt, dass die Anzahl Beitragsjahre des Versicherten dem Maximum gemäss Reglement entspricht. Dieser Ausdruck wird auch bei einer Vollinvalidität verwendet.

Vollständige, unvollständige Dauer

In der AHV gebräuchliche Begriffe, die bei Pensionskassen nur dann zu verwenden sind, wenn für maximale Leistungen eine Mindestdauer vorgeschrieben ist.

Vorbezug für Wohneigentum

Falls Sie einen solchen getätigt haben, sind die Summe und das Auszahlungsdatum ausgewiesen.

Vorbezug infolge Ehescheidung

Falls Sie einen solchen getätigt haben, sind die Summe und das Auszahlungsdatum ausgewiesen.

Vormund, Beistand

Der Vormund wahrt die Interessen des Bevormundeten. Er verwaltet das Vermögen der unmündigen oder entmündigten Person. Der Vormund vertritt sein Mündel auch in zivilrechtlichen Angelegenheiten.

Vorsorgegrad

Der Vorsorgegrad entspricht dem Verhältnis zwischen dem Rententotal der ersten und zweiten Säule und dem Bruttolohn. Der Vorsorgegrad kann individuell oder für ein bestimmtes Kollektiv ermittelt werden.

Vorsorgekapital

Effektiv ausgewiesenes Vermögen, jedoch ohne die Kursschwankungsreserve und ohne die Rückstellungen.

Waise

Kind eines verstorbenen Versicherten (aktiv oder pensioniert), das infolge Tod des Versicherten Anspruch auf eine Rente hat. Der Anspruch besteht, solange die reglementarischen Bestimmungen erfüllt sind. Dieser Begriff gilt auch für Kinder, wenn der verstorbene Versicherte für ihren Lebensunterhalt aufkam.

Weiterversicherung

Möglichkeit zur Aufrechterhaltung des aktuellen Versicherungsschutzes.

Witwe/Witwer

Ehegatte eines verstorbenen Versicherten.

Zinsgewinn oder -verlust

Wenn der technische Zinssatz und die Nettorendite auf den Anlagen unterschiedlich sind.