Die Sollrendite entspricht demjenigen Ertrag auf dem Vorsorgevermögen, welcher benötigt wird, um den Deckungsgrad konstant zu halten. Die Höhe der Sollrendite ist in erster Linie abhängig von dem im Rentenkapital [= Vorsorgekapital der Renten] eingerechneten technischen Zinssatz, dem Umfang der zu bildenden Rückstellungen sowie von der Verzinsung der Sparguthaben der aktiven Versicherten. Die Höhe der Sollrendite ist damit auch abhängig vom Verhältnis des Vorsorgekapitals der aktiven Versicherten zum Vorsorgekapital der Renten. Zudem haben die Cash-Flows (Kapitalzu- und Kapitalabflüsse) einen wesentlichen Einfluss. Eine Senkung des technischen Zinssatzes reduziert die Sollrendite und trägt damit zur Stabilität einer Pensionskasse bei.

Sollrendite und erwartete Rendite sind die massgebenden Grössen für das langfristige finanzielle Gleichgewicht einer Pensionskasse. Liegt die erwartete Rendite unterhalb der Sollrendite, wird sich der Deckungsgrad der Pensionskasse im Erwartungswert in Zukunft verschlechtern. Die Pensionskasse kann ihren Deckungsgrad nur dann langfristig halten oder gar verbessern, wenn die effektiv erzielten Vermögensrenditen im Mittel höher ausfallen als die Sollrendite.