Die BLPK hat im Mai 2019 ihre nachhaltige Anlagepolitik verabschiedet. Die BLPK hat seitdem mit der zügigen Umsetzung dieser Anlagepolitik begonnen. Die ersten Massnahmen sind eingeleitet, weitere werden folgen.

Aktives Stimmrecht

Die BLPK nimmt ihr Stimmrecht bei Schweizer Aktien aktiv wahr. Die BLPK legt offen, wie sie abstimmt.
Die BLPK plant auch für grössere ausländische Unternehmungen, ihr Stimmrecht aktiv wahrzunehmen.

Aktiver Dialog

Die BLPK nimmt als Investorin auf Unternehmen aktiv Einfluss, um bei diesen ein nachhaltigeres Geschäftsgebaren zu erwirken. Dank der Mitgliedschaft beim Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK – ASIR) hat die Position der BLPK ein grösseres Gewicht.

Ausschlusspolitik

Die BLPK investiert nicht in Unternehmen, die Schweizer Gesetze und internationale Konventionen, welche die Schweiz ratifiziert hat, nicht einhalten oder die den Richtlinien des UN Global Compact schwerwiegend zuwiderhandeln. Die BLPK stützt sich dabei auf Beratung durch Experten oder Empfehlungen von Verbänden, entscheidet aber immer in eigener Verantwortung.
Die BLPK hat bereits 15 Unternehmen aus dem Portfolio gestrichen, deren Aktivitäten Schweizer Gesetze oder von der Schweiz ratifizierte internationale Konventionen nicht einhalten. Dazu gehörten Unternehmen, die in den Bereichen Antipersonenminen, Streumunition und Kernwaffen ausserhalb der Kernwaffenländer tätig sind.

Engagement

Die BLPK engagiert sich seit März 2019 als Mitglied des „Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen“ (SVVK – ASIR). In ihm sind die grössten öffentlich-rechtlichen Pensionskassen der Schweiz vertreten. Der SVVK unterstützt die Mitglieder in der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Er erstellt Kriterien für eine verantwortungsvolle Anlagepolitik in den Bereichen Umweltschutz, Gesellschaft und Governance. Dazu gehören auch Empfehlungen, in welche Firmen nicht investiert werden soll. Weiter will der SVVK mit seinem Engagement einen aktiven Beitrag an globalen Initiativen zur Bekämpfung von Armut, Kinderarbeit und dem Klimawandel leisten. Dank der Mitgliedschaft beim SVVK erhalten viele Massnahmen einer nachhaltigen Anlagepolitik erst das nötige Gewicht.
Die Mitglieder müssen hinter den vom SVVK vertretenen Kriterien des verantwortungsvollen Investierens stehen und einen aktiven Beitrag zur weiteren Entwicklung für den Nachhaltigkeitsbereich leisten. Mit der Mitgliedschaft setzt die BLPK ein klares Zeichen für eine nachhaltige Anlagepolitik.

Grenzen der Nachhaltigkeitsstrategie bei Indexprodukten

Komplex wird das Thema „nachhaltige Anlage“, wenn nicht in einzelne Titel investiert wird, sondern in kostengünstige Indexprodukte. Die BLPK legt rund zwei Drittel ihres gegenwärtigen Aktienvermögens indexiert an. So kann die BLPK einerseits eine breite Diversifikation über einzelne Unternehmen, Branchen und Länder sicherstellen. Bei diesen Indexprodukten sind auch die Anlagekosten verantwortbar tief, da sie einen Referenzindex replizieren. Dadurch ist es aber kaum möglich, einen aktiven Investitionsentscheid unter Berücksichtigung von Einzelkriterien für die einzelnen Unternehmen zu treffen.

Nachhaltigkeitsanalyse

Die BLPK hat bereits zum zweiten Mal per Ende 2018 ein Screening der Aktien- und Obligationenanlagen nach nachhaltigen Kriterien durchgeführt. Diese Analyse gibt Transparenz über das Nachhaltigkeitsprofil des BLPK-Portfolios und bildet auch eine Grundlage für die weitere Definition von Nachhaltigkeitskriterien. Die Resultate dieser Nachhaltigkeitsanalyse werden jährlich im Geschäftsbericht der BLPK publiziert.

Nachhaltigkeitsbericht

Die BLPK legt jährlich Rechenschaft über ihr Handeln im Bereich der Nachhaltigkeit ab. Der erste Nachhaltigkeitsbericht wird im 2020 publiziert.

Nachhaltigkeitsstrategie bei direkten Immobilien

Bei den eigenen Immobilienanlagen setzt die BLPK auf energetisch hochwertige Neubauten. Bei Sanierungen setzt die BLPK auf eine Energieerzeugung möglichst ohne Verwendung von fossilen Brennstoffen.