Die berufliche Vorsorge soll als so genannte Zweite Säule neben der AHV/IV und den Ergänzungsleistungen den versicherten Personen die Fortsetzung der bisherigen Lebenshaltung in angemessener Weise ermöglichen.

1972 wurde die berufliche Vorsorge in die Bundesverfassung aufgenommen. Gestützt auf diese Verfassungsbestimmung wurde das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) ausgearbeitet und am 1. Januar 1985 in Kraft gesetzt. Der Gesetzgeber baute auf den bereits bestehenden Pensionskassenstrukturen auf, führte aber neu eine gesetzlich garantierte Minimalvorsorge ein („Obligatorium“). Das BVG definiert Mindestleistungen für das Alter, im Todesfall und bei Invalidität. Die Vorsorge-einrichtungen sind frei, über das vom Gesetz geforderte Minimum hinauszu-gehen. Man spricht dann von überobligatorischen Leistungen. Die BLPK gewährt grundsätzlich solche überobligatorischen Leistungen.

Das BVG-Obligatorium gilt für alle Angestellten, die in der 1. Säule versichert sind und mehr als 21'150 Franken im Jahr (Stand 2018) verdienen. Die obligatorische Versicherung beginnt mit Beginn des Arbeitsverhältnisses, frühestens am 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres. Bis zum 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres decken die Beiträge nur die Risiken Tod und Invalidität. Ab dem 1. Januar nach Vollendung des 24. Altersjahres werden zusätzlich Altersleistungen versichert.

Die Leistungen der 1. und 2. Säule sind aufeinander abgestimmt. Das massgebende Einkommen, das in der beruflichen Vorsorge versichert werden muss, reduziert sich deshalb um einen sogenannten 'Koordinationsabzug'.